Rasen pflegen

Wann soll ich am besten vertikutieren?

Der richtige Zeitpunkt lässt sich nicht sicher an einem bestimmten Termin festmachen. Die Bodentemperaturen sollten durchgehend über + 10° C liegen, und es sollte nachts kein Frost mehr auftreten. Meist ist dies ab Ende April / Anfang Mai der Fall. Als Faustregel kann man sagen nach dem 2 oder 3 Rasenschnitt im Frühjahr.

RASEN PFLEGEN Mittwoch, 6. November 2019 von RASEN PFLEGEN

RASEN

PFLEGEN

Bei beginnender Vegetation (das ist in der Regel ab Mitte bis Ende März der Fall) kann der Rasen das erste Mal geschnitten werden.

HÄUFIGE FRAGEN RUND UM RASENPFLEGE

Häufige Fragen rund um Rasenpflege

Wann sollte ich im Frühjahr erstmals mähen?

Bei beginnender Vegetation (das ist in der Regel ab Mitte bis Ende März der Fall) kann der Rasen das erste Mal geschnitten werden. So wird das Wachstum angeregt.

Wann sollte der letzte Schnitt im Herbst erfolgen?

Den letzten Schnitt kann man nicht auf einen festen Termin legen. Der Rasen sollte mit der Wuchshöhe in den Winter gehen, die er ganzjährig im Durchschnitt hat. Es wird solange gemäht bis kein Wachstum mehr festzustellen ist.

Wie sähe ich Kahlstellen in meinem Rasen nach?

Lockern Sie den Boden an den Fehlstellen etwas auf und entfernen Sie evtl. abgestorbenen Gräser. Säen Sie die Kahlstellen mit geeignetem Saatgut nach. Arbeiten Sie das Saatgut leicht in den Boden ein oder decken Sie es dünn mit Torf (oder einem anderen ungedüngten Substrat) ab. Achten Sie auf eine ausreichende Befeuchtung in der Keimphase:

Nach der Aussaat muss der neue Rasen für ca. 3 Wochen (einige Gräser der Mischung benötigen bis zu 3 Wochen für eine ausreichende Anfangsentwicklung) ständig feucht gehalten werden. Das bedeutet, dass die Fläche bei sonnenscheinreicher Witterung 4 - 5 mal täglich kurz (für ca. 5 - 10 Minuten) beregnet werden muss. Die gerade gekeimten Pflanzen besitzen für die anfängliche Wasserversorgung noch kein ausreichendes Wurzelsystem, so dass sie ausschließlich auf das Wasser im umliegenden Boden angewiesen sind. Zudem stirbt einmal ausgetrocknetes Saatgut im Boden ab, und keimt auch nach anschließendem Wässern nicht mehr.

Mähen Sie den vorhandenen Rasen weiterhin regelmäßig, auch wenn die Lücken noch nicht zugewachsen sind. Wenn auch die Nachsaat wieder 1 – 2 mal gemäht wurde, sollten Sie danach die gesamte Fläche erstmals wieder komplett düngen, um eine einheitliches Bild zu erzielen.

Wie sollte der Vertikutierer eingestellt sein, damit man möglichst effektiv arbeitet?

Die Messer sollten den Boden nicht oder kaum berühren, damit nur der Rasenfilz bis in Bodennähe entfernt wird. Eine intensive Bodenbearbeitung sollte bei der normalen Rasenpflege nicht erfolgen.

Kann ich Unebenheiten in meinem vorhandenen Rasen ausgleichen, ohne direkt alles erneuern zu müssen?

Unebenheiten in bestehenden Rasenflächen lassen sich recht gut mit einem Gemisch aus Mutterboden und Sand ausgleichen. Damit der bedeckte Rasen wieder durchwächst, sollte die aufgefüllte Schicht bei einem Arbeitsgang die Dicke von 1 cm nicht überschreiten. Sobald der Rasen in dem aufgefüllten Boden Fuß gefasst hat, kann die nächste Erdschicht aufgetragen werden. Diesen Vorgang wiederholen Sie so lange bis die Unebenheiten ausgeglichen sind.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dem Erd- oder Sandgemisch etwas Rasensaat hinzuzufügen und tiefere Unebenheiten in einem Arbeitsgang zu beseitigen. An dünnen abgedeckten Stellen wächst der bestehende Rasen wieder durch, an den anderen Stellen wird so bei ausreichender Bewässerung neuer Rasen keimen.

Ein Verdichten (Walzen) der aufgefüllten Stellen direkt nach dem Ausgleich ist nicht ratsam, da die Gräser durch den festen Boden schlechter durchwachsen können. Ein Ausgleich der Unebenheiten mit Sand ist nur bis zu einer Stärke von 5 - 10 mm ratsam. Zuviel Sand an der Bodenoberfläche kann im Sommer zu Trockenschäden führen.

Falls es sich bei dem Untergrund um einen sandigen Boden handelt, ist ein Anwalzen mit einer leichten Walze (bis 50 kg) möglich. Bei lehmigem Untergrund, der zu Staunässe neigt, sollte keine weitere Bodenverdichtung durch Walzen erfolgen, da hierdurch die Problematik zusätzlich verstärkt werden kann.

Ist das Mulchen (Liegenlassen von Schnittgut) von Rasenflächen sinnvoll/empfehlenswert?

Mulchen fördert die Rasenfilzbildung und schafft hierdurch einen Faktor für ein verstärktes Auftreten von pilzlichen Krankheiten. Die Filzschicht kann wie ein Schwamm wirken hält Wasser und Nährstoffe fest. Flach wurzelnde Ungräser (Poa annua und Poa trivialis) verdrängen die gewünschten tiefwurzelnden Zucht-Rasengräser.

Die oben genannten Punkte werden zwar durch vertikutieren vermieden, aber die Arbeitszeitersparnis, die man durch das Mulchmähen erzielen möchte, wird durch zusätzlich notwendiges Vertikutieren aufgehoben. Rasen-Mulch bedeckt die Grasnarbe und führt zu einem Licht- und Luftentzug, welcher die natürliche Widerstandskraft der Rasengräser schwächt und das Auftreten von Krankheiten fördert. Mulchen allein genügt nicht zur Nährstoffversorgung des Rasens, denn maximal ¼ der notwendigen Stickstoffmenge wird durch liegengebliebenes Schnittgut an die Gräser zurückgeführt.

Mulchen ist nur bei langanhaltend trockener Witterung sinnvoll. Bei nassen Gräsern (auch durch Tau) führt Mulchen zu Klumpenbildung auf dem Rasen, sowie Fäulnis- und Krankheitsbildung. Mulchen ist nur dann sinnvoll, wenn häufig (2 – 3 mal wöchentlich) gemäht wird. Hierdurch fallen keine extremen Schnittgutmengen an, die den Rasen längere Zeit bedecken. Ideal ist das Mulchen einer Rasenfläche mit unserem Schneidroboter CutCat 2.0, der durch das Mähen rund um die Uhr nur winzig kleine Grasabschnitte produziert.

Viele Mulchmäher häckseln die Grasabschnitte nicht klein genug um diese schnell genug verrotten zu lassen. Auf extensiv genutzten Flächen (Böschungen, Straßenränder) deren Aussehen weitgehend unwichtig ist, wird in der Praxis häufig gemulcht. Schattenrasen mit Poa supina sollten nicht mit den handelsüblichen Mulchmähern gemulcht werden, da sie ein sehr starkes Dichtenwachstum haben und das Schnittgut nicht in die Grasnarbe einrieseln kann. Nur unser Mähroboter CutCat 2.0 ist in der Lage den Grasschnitt so fein zu zerkleinern, dass auch solche Flächen gemulcht werden können.

Welcher Unterschied besteht zwischen Rasen lüften und vertikutieren?

Beim Lüften kämmen rotierende Federn den Zwischenraum zwischen den Rasenpflanzen durch. Die Rasennarbe wird luftiger und so können Nährstoffe und Wasser wieder besser an die Rasenwurzeln gelangen.

Aus diesem Grund empfiehlt sich das Lüften besonders vor dem Düngen und während der Sommersaison, wenn der Rasen Wasser benötigt. Auf keinen Fall kann man aber durch Lüften das Vertikutieren ersetzen, denn beim Lüften werden keinerlei flachwurzelnde Gräser, Moose, Unkräuter oder gar Rasenfilz heraus gearbeitet. Ein Vertikutierer arbeitet mit starren Messern und arbeitet so den Rasenfilz aus der Grasnarbe heraus.

Mein Rasen wird kurze Zeit nach dem Mähen gelblich. Die Spitzen der Gräser sind ausgefranst. Was kann ich dagegen tun?

In der Regel deutet dieses auf stumpfe Mähermesser hin. Die Messer sollten regelmäßig geschärft werden, da auch die Feuchtigkeit in den Gräsern die Messer angreift. Am besten ist es, die Messer vor jedem Mähgang mit einem Wetzstein zu schleifen und 1 mal jährlich in einer Fachwerkstatt schärfen zu lassen. Achten Sie auf scharfe, grat- und kantenfreie Mähermesser, um ein Zerfasern der Gräserspitzen zu vermeiden.

Muss ich nach einer Düngung unbedingt wässern?

Bei normalen Temperaturen ist ein Einregnen des Düngers nicht zwingend erforderlich. Das Einregnen beschleunigt jedoch die Düngerwirkung und das Granulat entzieht sich dem Zugriff Ihrer Kinder oder Haustiere. Bei warmer und trockener Witterung sollte das Granulat eingeregnet werden um eine Gräserschädigung zu vermeiden.

Wann sollte nach einer Neueinsaat/Neuanlage erstmals gedüngt werden?

Bei Verwendung eines Rasen-Starterdüngers kann 6 Wochen nach der Ausbringung mit einem Rasen – Langzeitdünger gedüngt werden. Wenn kein Rasen-Starterdünger verwendet wurde, sollte nach dem ersten Schnitt gedüngt werden. Diese Düngung kann ebenfalls mit einem Rasen–Langzeitdüngererfolgen.

Wann ist es notwendig, nach einer Rasenneuanlage/Rasenerneuerung erstmals zu mähen?

Ab einer Wuchshöhe von 8 – 10 cm sollte der neue Rasen erstmals gemäht werden. Die Schnitthöhe sollte beim ersten Schnitt bei ca. 5 cm liegen. Ab dem 1. Schnitt sollte wöchentlich auf einer Schnitthöhe zwischen 3 und 5 cm gemäht werden. Durch regelmäßiges Mähen wird der Rasen dicht und belastbar.

Wie sollte ein bestehender Rasen bei Trockenheit bewässert werden damit keine Schäden entstehen und die Bewässerung nicht so teuer wird?

Der optimale Zeitpunkt: Er liegt kurz vor Welkebeginn der Gräser. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Wurzeln den Wasservorrat im Boden ausgeschöpft und bleiben in der Tiefe. Der Pflanzenbestand zeigt erste Welksymptome (schlaffes Blatt, leichte Graufärbung). Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Beregnen. Grundsätzlich wird während der Nacht oder in den frühen Morgenstunden beregnet. Verdunstungsverluste und Windabdrift sind dann gering.

Häufigkeit:

Sie hängt von der Bodenart und dem Pflanzenbestand ab. Bei sandigen Böden (z.B. DIN-Aufbauten) und bei flach wurzelnden Gräsern muss in kürzeren Abständen beregnet werden als bei lehmigen Böden. Wichtig ist, dass die Wassermenge zur wurzeltiefen Befeuchtung ausreicht. Nur dann bleiben die Wurzeln in tieferen Bodenschichten und die Gräser ausreichend scherfest. Bei falscher Beregnung verflacht das Wurzelnetz.

Kontrolle:

Eine einfache aber wirksame Kontrolle der erforderlichen Beregnungsdauer und der richtigen Wassermenge erfolgt durch die Spatenprobe. Mit ihr wird die Eindringtiefe des Wassers festgestellt. Grundsätzlich gilt für die Beregnung: Lieber selten mit ausreichenden Wassergaben als oft mit geringen Mengen. Für eine ausreichende Beregnung sind auf einem Rasenplatz pro Beregnungsgang ca. 100 bis 140 m³ Wasser erforderlich. Je nach Wasserpreis bedeutet dies zum Teil mehrere Tausend Euro im Jahr. Deshalb: richtig beregnen und sparsam mit Wasser umgehen.

Zum Schluss noch zwei Tipps zum Wassersparen:

Eine zusätzliche Kaliumdüngung vor dem Sommer lässt die Gräser sparsamer mit Wasser umgehen und das Anheben der Schnitthöhe im Sommer um 1 bis 2 cm spart ebenfalls Wasser.

Ich habe gehört, dass man Rasenflächen besanden kann. Wozu dient dies und welchen Sand sollte man hierzu verwenden?

Bei schweren, lehmigen Böden ist es sinnvoll, die Fläche mit einem kalkfreien Sand, z.B. Flusssand, zu behandeln. Der Sand kann mit einem Straßenbesen in die Grasnarbe eingekehrt werden. Sand trocknet die Bodenoberfläche ab, wodurch Moose und Algen seltener sind und die Gräser sich besser durchsetzen können.

Was ist aerifizieren? Welchem Zweck dient es?

Aerifizieren bedeutet, dass Löcher in den Boden gestochen und diese mit Sand verfüllt werden. Aerifiziert wird hauptsächlich auf verdichteten Flächen, die Staunässe aufweisen. In verdichteten Böden können sich die Gräser nicht etablieren, entwickeln nur wenig Wurzelmasse oder sterben ab (vertrocknen). Auf großen Flächen, z.B. Sport – oder Golfplätzen erfolgt das Aerifizieren mit einer speziellen Maschine. Da dieses im Haus – und Kleingarten jedoch nicht praktikabel ist, werden hier mit einer Grabegabel Löcher in den Boden gestochen. Danach wird ein kalkfreier Sand (Flusssand) mit einem Straßenbesen in die Löcher eingekehrt.

Was kann ich im Herbst noch tun, damit mein Rasen gut über den Winter kommt?

Wichtig ist eine kaliumbetonte Düngung. z.B. mit Basic NK. Kalium schützt die Gräser vor Frost und Krankheiten. Ein normaler Rasen–Langzeitdüngersollte nicht verwendet werden, da dieser das Wachstum noch einmal anregt. Die Gräser werden weich und sind in Folge krankheitsanfälliger.

Mähen Sie den Rasen beim letzten Schnitt auf der gleichen Schnitthöhe, die Sie das Jahr über auch eingestellt haben. Die Wuchshöhe vor dem Winter sollte identisch mit der saisonalen Mähhöhe sein.

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